Predigt zu Karfreitag
Richtungswechsel
Da stand Bileam am Morgen auf und sattelte seine Eselin. Aber der Zorn Gottes entbrannte darüber, dass er hinzog. Und der Engel des HERRN trat in den Weg, um ihm zu widerstehen. Und die Eselin sah den Engel des HERRN auf dem Wege stehen mit einem bloßen Schwert in seiner Hand. Und die Eselin wich vom Weg ab und ging auf dem Felde; Bileam aber schlug sie, um sie wieder auf den Weg zu bringen. Da trat der Engel des HERRN auf den Pfad zwischen den Weinbergen, wo auf beiden Seiten Mauern waren. Und als die Eselin den Engel des HERRN sah, drängte sie sich an die Mauer und klemmte Bileam den Fuß ein an der Mauer, und er schlug sie noch mehr, Da ging der Engel des HERRN weiter und trat an eine enge Stelle, wo kein Platz mehr war auszuweichen, weder zur Rechten noch zur Linken. Und als die Eselin den Engel des HERRN sah, fiel sie auf die Knie unter Bileam.
Da entbrannte der Zorn Bileams, und er schlug die Eselin mit dem Stecken. Da tat der HERR der Eselin den Mund auf, und sie sprach zu Bileam: Was hab ich dir getan, dass du mich nun dreimal geschlagen hast= Bileam sprach zur Eselin: Weil du Mutwillen mit mir treibst! Ach dass ich jetzt ein Schwert in der Hand hätte, ich wollte dich töten! Die Eselin sprach zu Bileam: Bin ich nicht deine Eselin, auf der du geritten bist von jeher bis auf diesen Tag? War es je meine Art, es so mit dir zu treiben? Er sprach: Nein. Da öffnete der HERR den Bileam die Augen, dass er en Engel des HERRN auf dem Wege stehen sah mit einem bloßen Schwert in seiner Hand, und er neigte sich und fiel nieder auf sein Angesicht. Und der Engel des HERRN sprach zu ihm: Warum hast du deine Eselin nun dreimal geschlagen? Siehe, ich habe mich aufgemacht, um dir zu widerstehen; denn der Weg vor mir führt ins Verderben.
Richtungswechsel - da werden einem Steine in den Weg gelegt und man merkt es einfach nicht. Die Eselin sieht mehr als Bileam, sie ahnt mehr und reagiert darauf. Geschlagen wird sie. Für dumm verkauft werden Esel bis heute. Aber hier geht es nicht um irgend ein Tier. Sondern darum das es auch heute noch Menschen gibt oder auch Situationen, die unsere Richtung ändern lassen wollen.
Geht doch!
So zog Abram herauf aus Ägypten mit seiner Frau und mit allem, was er hatte, und Lot mit ihm ins Südland. Abram aber war sehr reich an Vieh, Silber und Gold. Lot aber hatte auch Schafe und Rinder und Zelte. Und das Land konnte es nicht ertragen, dass sie beieinander wohnten. Und es war immer Zank zwischen den Hirten von Abrams Vieh und den Hirten von Lots Vieh. Da sprach Abram zu Lot: Es soll kein Zank sein zwischen mir und dir und zwischen meinen und deinen Hirten; denn wir sind Brüder. Steht dir nicht alles Land offen? Trenne dich doch von mir! Willst du zur Linken, so will ich zur Rechten, oder willst du zur Rechten, so will ich zur Linken. Da hob Lot seine Augen auf und sah die ganze Gegend am Jordan, dass sie wasserreich war. Da erwählte sich Lot die ganze Gegend am Jordan und zog nach Osten. Also trennte sich ein Bruder von dem andern …
1.Mose 13,1-11 in Auswahl
Geht doch! Man muss nur lange genug dran bleiben. Immer nach und nach sich mehr Platz schaffen und erarbeiten. Es muss nicht unbedingt Streit sein. Aber steter Tropfen höhlt den Stein. Ich habe den längeren Atem, irgendwann knickt der andere schon ein. Man könnte meinen: Der Klügere gibt nach… so lang bis er der Dumme ist!
Dir zuliebe?!
Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.
Starten wir in die 4. Woche doch mal mit einer kleiner persönlichen Frage: Was fällt mir denn leichter: zu geben oder zu nehmen?
Das Spiel mit dem Nein (3. Woche)
Und der König von Ägypten sprach zu den hebräischen Hebammen, von denen die eine Schifra hieß und die andere Pua: Wenn ihr den hebräischen Frauen bei der Geburt helft, dann seht auf das Geschlecht. Wenn es ein Sohn ist, so tötet ihn; ist’s aber eine Tochter, so lasst sie leben. Aber die Hebammen fürchteten Gott und taten nicht, wie der König von Ägypten ihnen gesagt hatte, sondern ließen die Kinder leben. Da rief der König von Ägypten die Hebammen und sprach zu ihnen: Warum tut ihr das, dass ihr die Kinder leben lasst? Die Hebammen antworteten dem Pharao: Die hebräischen Frauen sind nicht wie die ägyptischen, denn sie sind kräftige Frauen. Ehe die Hebamme zu ihnen kommt, haben sie geboren. Darum tat Gott den Hebammen Gutes.
Von der Rolle (2. Woche)
Und des Herrn Wort geschah zu mir: Ich kannte dich, ehe ich dich im Mutterleib bereitete, und sonderte dich aus, ehe du von der Mutter geboren wurdest, und bestellte dich zum Propheten für die Völker. Ich aber sprach: Ach, Herr HERR, ich tauge nicht zu predigen; denn ich bin zu jung. Der HERR sprach aber zu mir: Sage nicht: “Ich bin zu jung”, sondern du sollst gehen, wohin ich dich sende, und predigen alles, was ich dir gebietet. Fürchte dich nicht vor Ihnen; denn ich bin bei dir und will dich erretten, spricht der Herr.
Von der Rolle… oh, ich glaube, die meisten von Euch kennen solche Momente. Egal ob Kinder oder Erwachsene: das Alter spielt bei “aus der Rolle fallen” kein große Rolle. Die Situationen sind wohl nur andere.
Alles auf Anfang (1. Woche)
Die Weisheit spricht: Ich bin eingesetzt von Ewigkeit her. Als Gott die Grundfesten der Erde legte, da war ich beständig bei ihm und spielte vor ihm allezeit; ich spielte auf seinem Erdkreis und hatte meine Lust an den Menschenkindern.
Du hast wohl auch die Weisheit mit Löffeln gegessen. Hochmut kommt vor dem Fall. Krähet der Hahne auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist. …
7 Wochen ohne - Blockaden
“Am Aschermittwoch ist alles vorbei”… alles? Nein nicht alles! Im Gegenteil: manches fängt da sogar erst an. Die Fastenzeit vor Ostern zum Beispiel.
Schon seit vielen Jahren gibt es jedes Jahr über die evangelischen Kirchen eine themenbezogene Fastenaktion. Vielleicht hat der ein oder andere bereits davon gehört oder selbst schon mal mitgemacht.
Wo Menschenwege enden...
Neulich fiel mir beim Suchen in meiner Schreibtischschublade ein Foto in die Hand. Darauf sieht man eine Freundin und mich auf einem ungewöhnlichen Fortbewegungsmittel…
Aber ich will von vorn beginnen: Es war vor zwei Jahren an einem herrlich strahlenden Tag im Mai. Ich fuhr mit einer Freundin mit dem Zug nach Johannstadt, um von dort aus durch den Wald nach Horni Blatná zu wandern. Kaum waren wir im Wald angekommen, sahen wir auch schon die Bescherung. Die Tage zuvor hatte es geregnet. Der Weg versank im tiefen Schlamm. Mein erster Impuls war: Umkehren. Doch nun waren wir soweit gefahren und da war Umkehren keine gute Option. Also kämpften wir uns tapfer die ersten Meter durch den Schlamm. Leute kamen uns entgegen. Sie zeigten auf ihre ehemals weißen Turnschuhe und meinten: „Da gibt es kein Durchkommen. Das wird nur noch schlimmer.“ Ich dachte schon wieder ans Umdrehen.
Der 4.Advent
Gloria in Excelsis Deo – Zur Anbetung geschaffen
Gehören Sie auch zu den Menschen, die als Kind alle Kinder wieder zum Advent Blockflöte ausgepackt haben, um am Weihnachtsabend bei den Großeltern nicht zu unangenehm aufzufallen? Oder teilen Sie sonst das Leid, ein Nachbarskind zu haben, das pünktlich zum ersten Dezember wieder ausgiebig damit beginnt, Flöte zu üben? Dann löst der Klang von „Gloria in Excelsis Deo“ bei Ihnen wahrscheinlich einen nur allzu begründeten Schauer aus. Gloria in Excelsis Deo – Ehre sei Gott in der Höhe. Diese Worte sangen die Engel laut der Weihnachtsgeschichte nach dem Lukasevangelium in der Nacht auf dem Feld. Als das Christuskind geboren wurde. „Auf einmal war der Engel von den himmlischen Heerscharen umgeben, und sie alle priesen Gott mit den Worten: „ Ehre sei Gott im höchsten Himmel und Frieden auf Erden für alle Menschen, an denen Gott Gefallen hat“ ( Lukas 2,13-14; LUT). Die Engel brachten mit ihrem Lied Dankbarkeit, Lob und Ehrerbietung vor Gott zum Ausdruck. Sie beteten Gott an.